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Veröffentlicht am: Artikel

Ergebnisse & Wirkung

Wirkungsorientierung

Integration findet vor Ort statt. Ein zentraler Leitgedanke des Bundesprogramms "Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden." ist daher die Wirkungsorientierung. Das bedeutet, Projekte werden dann gefördert, wenn durch sie positive Veränderungen in der Gesellschaft angestoßen werden: im Sozialraum und bei den vor Ort lebenden Menschen. 

Bereits im Projektantrag definieren die Projektträger des BGZ individuelle, messbare Wirkungsziele, die sich in ein übergreifendes Wirkungsmodell des Programms eingliedern. Trotz der enormen Vielfalt der Projektansätze ist so eine Berichterstattung über die Wirksamkeit des gesamten Bundesprogramms möglich. Die Qualität der bundesgeförderten Projektarbeit kann so sichergestellt werden.

Übergeordnetes Ziel der Wirkungsorientierung ist dabei immer sowohl die konkreten Auswirkungen des Projekts vor Ort zu erfassen als auch die langfristigen Effekte der Projektförderung im ganzen Bundesgebiet nachzuvollziehen. 

Ergebnisse

Seit dem Jahr 2020 wird ein elektronisches Wirkungsmonitoring aller Projekte des Bundesprogramms umgesetzt. Die Ergebnisse des Wirkungsmonitorings 2023 stellen wir Ihnen in der nachfolgenden Bildergalerie zur Verfügung:

  • An den Projekten des Bundesprogramms können sowohl Erwachsene als auch Jugendliche ab 12 Jahren teilnehmen. 

  • Die Projekte des Bundesprogramms stehen allen Menschen offen. Sie zielen insbesondere darauf ab, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu ermöglichen sowie die Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte zu stärken.

  • Viele Projekte des Bundesprogramms möchten gezielt Frauen ansprechen und sie ermutigen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

  • Im Jahr 2023 wurden deutschlandweit 216 Projekte im Rahmen des Bundesprogramms "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" gefördert.

  • 156 von 216 Projekten werden in Groß- oder mittelgroßen Städten umgesetzt. 22 Projekte finden im ländlichen Raum statt. Die übrigen Projekte verteilen sich auf Kleinstädte.

  • Die Projekte des BGZ verändern das Zusammenleben vor Ort positiv: Die Projekte regen zu mehr interkulturellem oder interreligiösen Austausch an und erleichtern den Zugang zu Engagementmöglichkeiten.

  • Die Projekte des Bundesprogramms fördern den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und verbessern die Identifikation mit dem Sozialraum.

  • Aber auch die Teilnehmenden profitieren von den Projekten, zum Beispiel durch ein gesteigertes Selbstbewusstsein oder neu gewonnene Kompetenzen.

  • Im Monitoring zeigte sich auch: die geförderten Projekte helfen dabei Vorurteile zu erkennen, zu reflektieren und zu überwinden oder die Kompetenzen der Projektteilnehmenden zu stärken.

  • In 57 Prozent der Fälle konnten die Projekte entweder ganz oder in Teilen, nachdem die Förderung durch das BGZ ausgelaufen war, fortgeführt werden.

Das Wirkungsmonitoring startete im Jahr 2020 mit 69 Neuprojekten. Das vierte Wirkungsmonitoring konnte 2023 bereits mit 216 Projekten durchgeführt werden.

Wirkungsziele des Bundesprogramms

Das Bundesprogramm verfolgt drei langfristige Ziele:

  • Ein Beitrag zu Integration durch Partizipation und Teilhabe in der Gesellschaft ist geleistet. Das Kernanliegen des Bundesprogramms ist, Beziehungen zwischen Menschen herzustellen, die ihnen größere Möglichkeiten zur Selbstentfaltung bieten. Dazu gehört natürlich auch, dass institutionelle Zugangsbarrieren verringert werden. Die Menschen sollen mehr Optionen haben, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen, sie sollen sich aber auch besser von existierenden Angeboten angesprochen fühlen.
  • Ein Beitrag zur Verankerung von Pluralität in der Gesellschaft ist geleistet/beidseitiger Akzeptanz von Menschen mit Migrationshintergrund und Aufnahmegesellschaft ist geleistet. Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann natürlich unterschiedlich verstanden werden. Im Bundesprogramm wird er aber immer mit dem Begriff der Vielfalt zusammen gedacht. Der Zusammenhalt soll auf eine Weise verbessert werden, die Vielfalt als Bereicherung ansieht und den Einbezug des Anderen fördert.
  • Ein Beitrag zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit ist geleistet. Schließlich soll Zusammenhalt auch dadurch verbessert werden, dass die Chancen auf Partizipation und Teilhabe jedes Einzelnen in den Blick genommen werden. Die Förderung von Zusammenhalt wird so viel wertvoller, wenn sie mit der Förderung von Gerechtigkeit einhergeht.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, bedeutet also unter der Bedingung gesellschaftlicher Vielfalt für eine gerechte Verteilung von Partizipations- und Teilhabechancen einzutreten.

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