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Arrival City Fürth
Geschichten vom Ankommen und Bleiben

Projektteilnehmende bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung
Fürth ist mit rund 130.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die sechstgrößte Großstadt in Bayern und seit Langem eine Stadt des Ankommens. Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen haben hier ein neues Zuhause gefunden, Geschäfte eröffnet, Familien gegründet und das Leben in der Stadt mitgeprägt.
Das Projekt “Arrival City Fürth”, das im Rahmen des Bundesprogramms “Gesellschaftlicher Zusammenhalt” bis Ende 2025 gefördert wurde, nimmt diese Entwicklung in den Blick. Es versteht Migrationsgeschichte als einen festen und prägenden Bestandteil der Fürther Stadtgeschichte.
Das Konzept der “Arrival City” des US-amerikanischen Journalisten Doug Saunders beschreibt Städte oder Stadtteile, in denen Menschen ankommen, erste Kontakte knüpfen und neue Perspektiven entwickeln. Gleichzeitig prägen sie diese Orte selbst, etwa durch Arbeit, Unternehmertum, Engagement und Begegnung.

Einblick in die Ausstellung – Die Fotografien erzählen von Menschen, ihren Geschichten und dem Ankommen in Fürth
In Fürth wird das besonders in der Altstadt und Innenstadt deutlich. Geschäfte, Betriebe, Cafés und Begegnungsorte zeigen, wie Migration und alltägliches Zusammenleben den Stadtraum prägen. Ziel des Projekts war es, migrantische Erinnerungen und Biografien zu sammeln, in die Stadtgeschichte einzubetten und eine vielfältige Erinnerungskultur zu stärken.
Entstanden sind daraus eine Ausstellung, eine Publikation sowie digitale Materialien. Die Ergebnisse werden über FürthWiki und das Fürther Stadtarchiv langfristig zugänglich gemacht und bleiben so Teil des städtischen Gedächtnisses.

Buchcover "Arrival City"
Die Ausstellung “Arrival City. Bilder vom Ankommen und Bleiben in Fürth” in der Volkshochschule Fürth war bis zum 31.07.2026 zu sehen. Begleitend dazu ist das Buch “Arrival City. Geschichten vom Ankommen und Bleiben in Deutschland” von Stefan Applis und Chris Frenz erschienen.
Die Ausstellung lud dazu ein, Fürth mit einem neuen Blick zu betrachten: als Stadt, in der Ankommen möglich wurde und in der Menschen mit ihren Geschichten, Orten und Netzwerken bis heute Zukunft gestalten. Das begleitende Buch hält diese Perspektiven fest und lädt dazu ein, sich auch über die Ausstellung hinaus mit dem Thema auseinandersetzen.