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Interkulturelle Woche 2026 in Mainz
Feierliche Eröffnung durch Casa del Sol e.V.

Lateinamerikanisches Flair auf der Bühne der Vielfalt
Bereits zum 51. Mal veranstaltete dieses Jahr die Landeshauptstadt Mainz die Interkulturelle Woche. Vom 11. bis 20. September 2026 erlebten Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit Musik, Tanz, Kunst und inspirierenden Begegnungen. Neben dem Büro für Interkulturelles und Arbeitsmarktförderung, dem Beirat für Migration und Integration sowie Mainzer Migrantenorganisationen präsentierten sich auch in der Migrationsarbeit tätige Initiativen.
Der im Rahmen des Bundesprogramms “Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.” geförderte Verein Casa del Sol e.V. war auch vertreten und durfte mit der Veranstaltung “Bühne der Vielfalt – im Zeichen von Demokratie und Teilhabe” die Interkulturelle Woche offiziell eröffnen. Mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm im Haus der Jugend wurde Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebensgeschichten ein Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern geboten.

Ankommen, austauschen, miteinander ins Gespräch kommen.
Die Eröffnungsreden waren ein Plädoyer für Dialog und demokratische Teilhabe. Dafür steht auch das Projekt “Für die Demokratie – Wir sind hier!” des Casa del Sol e. V. ein, welches von Cecilia Laca Sánchez geleitet wird.

Cecilia Laca Sánchez, Gründerin von Casa del Sol e.V.
In Ihrer Ansprache erklärt sie: “Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltungen, Ausgrenzung und Hass immer stärker unseren öffentlichen Diskurs prägen, brauchen wir Orte, die uns wieder zusammenbringen. Orte, an denen Menschen einander zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und erfahren: Meine Stimme zählt. Meine Perspektive hat Platz. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einmischen, ihre Stimme erheben und den öffentlichen Raum gemeinsam mitgestalten – mutig, sichtbar und miteinander.”

Viele Perspektiven, ein Thema: Was bedeutet Demokratie für mich?
Diese aktive Beteiligung wurde auch während der Veranstaltung sichtbar: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, auf Karten zu schreiben, was Demokratie für sie persönlich bedeutet. Anschließend wurden die Karten im Saal aufgehängt und bildeten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für die unterschiedlichen Gedanken, Wünsche und Werte, die die Menschen mit Demokratie verbinden. So wurde aus der Bühne nicht nur ein Ort des kulturellen Austauschs, sondern auch ein Raum, in dem die Stimmen des Publikums selbst sichtbar wurden.
Musik und Tanz aus verschiedenen Regionen Lateinamerikas prägten den Abend und schufen eine besondere Atmosphäre der Offenheit und Verbundenheit. Künstlerische Beiträge, persönliche Impulse und die aktive Beteiligung des Publikums machten deutlich, wie kulturelle Vielfalt zu einem lebendigen Bestandteil demokratischer Gesellschaft werden kann.
Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in diesen Begegnungsräumen liegt: Menschen kommen zusammen, teilen ihre Geschichten, sprechen miteinander, singen, tanzen und feiern – und erleben dabei, dass Unterschiedlichkeit nicht trennt, sondern verbinden kann.

Mit lateinamerikanischem Rhythmus und Lebensfreude auf der Tanzfläche.